Metronom Schlechtschein

Wie kann es sein, dass folgendes Verhalten noch nicht als sittenwidrig, Betrug oder ähnliches gewer

Causa Wulff

Ich habe ja vor einigen Wochen schon einmal den Rücktritt von Christian Wulff gefordert. Ich hatte

Sendezeiten bei Cinestar

Keine Ahnung, ob es neu ist, aber mir ist es heute aufgefallen und einen kurzen Beitrag alle mal wer

 
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Metronom Schlechtschein

April 3, 2012 in Autofahrer und Verkehr, Kleine Erlebnisse von SeveQ

Wie kann es sein, dass folgendes Verhalten noch nicht als sittenwidrig, Betrug oder ähnliches gewertet wurde?

Vor ein paar Tagen wollte ich ein Bahnticket für eine Fahrt nach Hamburg lösen. Da ich zu dem Zeitpunkt keine gültige HVV Karte hatte, brauchte ich einen Fahrschein bis ganz nach Hamburg. Teurer Spaß.

Ich wählte also am Automaten die entsprechende Karte und führte wie angegeben einen 20 Euro Schein ein. Der Automat akzeptierte das Zahlingsmittel, verlangte aber, wie ebenfalls angezeigt, noch weitere 5 Euro nochwas. Für die verbliebenen 5,xx Euro akzeptierte er aber mangels Wechselgeld keinen weiteren 20er. Ich hatte aber nur noch einen solchen.

Also blieb mir nicht anderes über als den Vorgang abzubrechen und an Bord ein passendes Ticket zu lösen. Auch fuhr der Zug bereits ein und bei einem 1 Stunden Takt überlegt man nicht lange, ob man wartet oder nicht.

Ich betätigte den Abbruchknopf. Aber anstelle meines allgemeingültigen 20 Euro Scheins spuckte mir der Automat einen auf Metronomtickets und darüber hinaus zeitlich beschränkten Gutschein über 20 Euro aus.

Ich haben keinen Gutschein gewünscht. Ich wollte mein Geld zurück! Wie kann das sein, dass das erlaubt ist? Ohne Kundenwunsch einen vollwertigen Bargeldbetrag in ein zweckgebundees und zeitlich begrenzt gültiges Wertpapier zu verwandeln, ist das nicht eine Form von Betrug? Ist Metronom verpflichtet, mir den Betrag wieder in Bar auszuzahlen? Ich hoffe es.

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von Feuerkind

Causa Wulff

Februar 17, 2012 in Öffentlichkeit, Politik von Feuerkind

Ich habe ja vor einigen Wochen schon einmal den Rücktritt von Christian Wulff gefordert. Ich hatte vor allem einen Hauptgrund: Seinen Umgang mit der Presse. Die Anrufe bei Springer.

In der letzten Zeit blubberte alles mögliche über Wulff hoch. Vorteilsnahme an allen möglichen Stellen, aber fast alles eher aufgebauscht und nahezu nichts bewiesen. Die ganzen Dinge, waren sicher nicht gut und nicht in Ordnung, aber für mich längst nicht so relevant, wie die Nummer mit der Presse. In der Hinsicht haben eh viele Politiker Dreck am Stecken. Bei Wulff wurde jetzt halt mal fleißig gegraben. Vielleicht möchte die Presse ja auch mal bei allen anderen führenden Bundespolitikern genauso im Schmutz wühlen? Dann haben wir wirklich mal was davon als Volk.

Im Endeffekt ist Christian Wulff nun ja zurückgetreten. Nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung der Immunität war der Druck von Merkel vermutlich dann doch zu groß für Wulff und er musste gehen. Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, das es wirklich seine eigene Entscheidung war. Dafür war vorher schon zu viel hochgekocht. Davon abgesehen zeigt unser Ex-Bundespräsident wenig überhaupt keine Einsicht. Es ist auf jeden Fall etwas positives und lange überfällig, dass Wulff jetzt weg ist. Das Amt des Bundespräsidenten hat aber gewaltigen Schaden genommen. Ich hoffe nur, dass der folgende Kandidat nicht wieder so stark politisch motiviert ist, sondern deutlich unabhängiger, was ja eine Anforderung an den Bundespräsidenten ist.

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von Feuerkind

Sendezeiten bei Cinestar

Februar 4, 2012 in Uncategorized von Feuerkind

Keine Ahnung, ob es neu ist, aber mir ist es heute aufgefallen und einen kurzen Beitrag alle mal wert. Beim Stöbern durch das aktuelle Kinoprogramm von Cinestar wollte ich mir mal den Trailer zu Underworld: Awakening anschauen. Das gestaltete sich als schwierig. Nach dem Klick auf “Play” bot sich mir das folgende Bild:

Filme ab 18 also nur irgendwann Nachts. Gut das es auch noch Youtube gibt! dazu kommt irgendwie noch die Verwirrung, ob der Film jetzt ab 18 oder ab 16 ist. Da ist sich die Cinestar-Website auch nicht ganz einig.

Jedenfalls würde ich mir den Film glatt anschauen. Action, Kate Beckinsale in Lack&Leder – was will Mann mehr?!

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von SeveQ

Gastkommentar: Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren! – Gastbeiträge – Meinung – Handelsblatt

Januar 30, 2012 in Abgelehnt, Die Welt, Öffentlichkeit, Politik von SeveQ

Gastkommentar: Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren! – Gastbeiträge – Meinung – Handelsblatt.

Eigentlich möchte ich solchen Vögeln wie Ihnen ja keine Plattform bieten, aber das höre man sich mal an. Mit was für einem Selbstverständnis und welch einer Arroganz Sie hier argumentieren, das Geistige Eigentum sei eine Errungenschaft für die kleinen Leute, die 1789 die Französische Revolution vom Zaun gebrochen haben.

Ja, werter Herr Heveling, das mag damals vielleicht so gewesen sein. Aber die Revolutionäre damals hatten sicher nicht im Sinn, dass dereinst GEMA und Plattenlabels dieses Geistige Eigentum mit einer Macht verteidigen, die der der Vasallen damaliger Tage in nichts nachsteht und die “Verbrecher” wider dieses Geistigen Eigentums behandeln, wie damals die Adeligen und Geistlichen, indem sie ihnen die Hände (den Internetzugang) abschlagen oder sie gleich ganz enthaupten (existenziell in Grund und Boden abmahnen).

Die Idee des Geistigen Eigentums war einstmals Motor für Innovation und Kultur, das mag sein, auch wenn ich anderes gehört habe. Aber ein System, in dem selbst die Schaffung eines nur einem anderen Werk ähnlichen Werkes eine Verletzung des geistigen Eigentums darstellt, ein System, das die Nutzung von Kultur zur Erzeugung weiterer Kultur verbietet und sie unter Strafen stellt, die drakonischer sind als jene für Mörder und Kinderschänder (5 Jahre für den Download eines Michael Jackson Albums ist ein Jahr mehr als sein Leibarzt gekriegt hat; die Kinderschänder der Kirche laufen immer noch frei herum) ist nicht schützenswert. Es ist arrogant und ungerecht und es tötet die Kultur.  Das System, das ursprünglich Motor für Innovation und Kultur sein sollte, hat sich eher zu einer Bremse entwickelt. Wie sonst erklären Sie sich, dass es nicht möglich ist, einen einheitlichen, freien Video-Codec für alle zu entwickeln, ohne von Patentanwälten ins Nirvana geklagt zu werden? Wie sonst erklärern Sie sich, dass Unternehmen wie Apple ihre Marktmacht dazu verwenden können, unliebsame Wettbewerber einfach vom Fenster weg zu klagen? Das ist kein Motor für Verbesserung, das lässt nur träge werden. Statt technischer Innovation fördert es juristische Innovationen und finanziert Winkeladvokaten ihren feinen Lebensstil. Der Bürger, der nichts weiter will als Kultur genießen, der bleibt dabei auf der Strecke.

Also mit welchem verdammten Recht nehmen Sie sich heraus, die fetöteten Kämpfer für die Freiheit der damaligen Zeit zu instrumentalisieren und für die feuchten Träume Ihrer Lobbyistenfreunde einzuspannen?

Sie behaupten, Geschichtsbewusstsein zu besitzen. Dann frage ich Sie, Herr Heveling, wie sieht die Geschichte des Geistigen Eigentums aus? Und wie sieht seine Gegenwart aus? Was ist es noch, das so schützenswert ist an einem Recht, das es großen Unternehmen ermöglicht, ohne Eingriff durch eine Staatsgewalt die Pressefreiheit und die freiheitliche Meinungsäußerung zu beschneiden? Was ist schützenswertes an einem Recht, das es möglich macht, dass sogar unbescholtene Bürger ohne Verhandlung finanziell in den Ruin getrieben werden, obwohl sie nichts getan haben als sich vielleicht einen Song anzuhören, also am kulturellen Leben teilnehmen zu wollen? Vielleicht noch nicht einmal das, denn es treibt ein Geschwür sein Unwesen, genannt Abmahnwahn, das mit zweifelbehafteten “Beweisen” Bürger, die selbst der einfachsten Logik nach überhaupt nichts getan haben KÖNNEN, die dem gesunden Menschenverstand nach auch nie die Intention dazu gehabt haben könnten (eine alte Dame, die sich einen Song von Bushido herunterlädt; eine alleinstehende Mutter zweier erwachsener Söhne, die sich angeblich einen Porno heruntergeladen haben soll; keine von ihnen weiß überhaupt, wie man Filesharing betreibt), in den Untergang, in die Verzweiflung treibt.

Die Bürgerliche Gesellschaft, von der Sie sprechen, hat nicht das geringste mit der Gesellschaft zu tun, in der wir heute leben. Die heutige Gesellschaft besteht nur noch aus Korruption, Lobbyismus und blinden, selbstherrlichen Oligarchen wie Ihnen und Ihren Parteivorsitzenden. Und Sie Gutmensch besitzen die abgrundtiefe Frechheit, uns vorzuwerfen, wir zerstörten Kultur und Gesellschaft. Sie rufen UNS auf, Ihre kruden Ideen einer bürgerlichen Gesellschaft zu verteidigen, die WIR nicht wollen und die niemals das war, was sich die Kämpfer der Französischen Revolution erträumt hatten.

Sie sollten selbst mal Ihr Hirn einschalten und darüber nachdenken, wieso es Musiker gibt, die ihre Musik frei und ohne etwas dafür bekommen zu wollen im Internet veröffentlichen, warum es Programmierer gibt, die freiwillig den Code ihrer Software veröffentlichen, unter Open Source, kostenfrei. Denken Sie einmal darüber nach, wieso Creative Commons als Lizenzmodell überhaupt erfolgreich ist!

Kultur wird auch ohne Vergütung geschaffen, und ich verwette meinen Arsch, dass wir ohne ein derart strenges Urheberrecht und derart unübersichtliche Auflagen und Lizenzmodelle, wie wir sie heute schon haben und wie sie sich Ihr Lobbyistenvolk noch erträumt, einen wahren Sommer der Kultur erleben würden, in dem geschaffen und geschaffen würde, weil niemand mehr Angst vor Klagen und Abmahnungen haben müsste. Und es würden sich endlich wieder jene durchsetzen, die wirklich gut sind – nicht jene, denen nur die größtmögliche Plattform gegeben wird, um sie auszunehmen wie eine Weihnachtsgans und sie danach fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel. Das wäre das Ende von Castingshows, die nichts weiter als Eintagsfliegen hervorbringen, die hernach vielleicht noch im Dschungelcamp aufterten oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, nachdem sie vom Plattenlabel ordentlich gemolken wurden.

Hach, das wäre ein Segen.

Lassen Sie mich am Ende Ihren letzten Absatz aufgreifen (nur ein wenig verändert):

Wir dürfen die Gestaltung der Zukunft nicht jenen überlassen, die sich als Retter des Schaffens verstehen und meinen, sie wüssten, was die beste Kultur für die Masse Mensch vor den Maschinen sei. Lobbyisten sind jedenfalls dabei der schlechteste Ratgeber. Sie achten die Existenz des anderen nicht, setzen ihre Macht nur für den eigenen Vorteil ein, sind darauf bedacht, zusammenzuraffen, was sie von anderen kriegen können. Und offensichtlich sind Narzissmuss und Lobbyismus Zwillinge. Natürlich soll niemandem verboten werden, via Bittstellerei seine feuchten Träume zu durchleben. Nur sollte man das nicht zum politischen Programm erheben. Jetzt haben wir noch Zeit, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Wir brauchen den Citoyen, dem Werte wie Freiheit, Demokratie und Kultur auch im Netz am Herzen liegen.

Herr Heveling, tut mir Leid, dass ich das so sagen muss. Sie und Ihr erzkonservativer Lobbyistengarten kotzen mich an!

Just my two cents…

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Angst

Januar 27, 2012 in Andere Dinge, Computer, SeveQ von SeveQ

Ich hab Angst… heute kam ein Paket. Von der Telekom! Mit einem Haufen Geräten drin. Router, dieser TV-Receiver und so.

Aber von vorn. Ein paar Wochen nachdem wir hier eingezogen sind, einen Vertrag mit einem DSL-Anbieter geschlossen haben, taucht ein junger Herr von dem Rosa Riesen bei uns auf und schwatzt uns einen VDSL Vertrag auf. Was er uns erzählt hat, klang alles ganz großartig, schnelles Internet, Fernsehen und so weiter… und das zu einem Preis, der dem von unserem gewählten Anbieter in nichts nachsteht. Schön, schön.

Problem: unser DSL Vertrag war gerade neu, 2 Jahre Mindestlaufzeit

Lösung des Telekomikers: “Da ruft Sie gleich, wenn ich weg bin, die Hotline an zwecks Verifizierung der Daten. Sagen Sie denen, der Vertrag läuft noch weniger als 12 Monate. Sonst passiert da nix.”

Gesagt, getan.

Naja, Vertragsunterlagen von Telekom und Kündigungsbestätigung unseres Anbieters kamen relativ flott, Kündigungsdatum irgendwann Mai 2013. Klar, zum Ende des Vertrages, wie erwartet.

Gut, sei’s drum. Wenn’s so gehört, dann gehört das so. Also nicht weiter drüber nachdenken.

Bis… ich einen “Vorsicht Kunde”-Beitrag in der c’t las, wo es genau um diesen Vertrag geht. VDSL von der Telekom und so, Ausbau noch nicht abgeschlossen etc.pp. Da bekam ich schon einen Schreck, wie hinterhältig die Telekom bzgl. stellenweise zu agieren scheint: Da wird Kunden VDSL angedreht, aber das steht da wo die wohnen gar nicht zur Verfügung. Das wird aber erst nach Unterzeichnung des Vertrages geprüft. Steht’s tatsächlich nicht zur Verfügung, werden die Kunden in einen Call&Surf Tarif gesteckt, der wesentlich teurer und u.U. wesentlich langsamer ist, als was vorher vom anderen Anbieter verfügbar war. Und die alleinige Nutzung des Anschlusses (mangels eines VDSL-Anschlusses oder des Anschlusses vom alten Anbieter) wird als Bestätigung des Tarifwechsels betrachtet. Widersprüche ignoriert die Telekom oder reagiert allenfalls mit Textbausteinen.

Das hat mir schon mal den ersten Schreck eingejagt. Hoffentlich ergeht es mir nicht genau so. Aber es ist ja noch Zeit bis 2013.

So.

Heute bekomme ich einen Schreck: Post klingelt, hat ein Paket für mich. Ich wundere mich, hab ich doch nichts bestellt. “Telekom” sagt der Postmann. Ich darauf: “Wah? Jetzt schon?” – “Ja, manchmal geht das schnell…”

Jetzt hab ich richtig Angst.

Ich habe die Befürchtung, dass die Telekom auf die Idee kommt, mir schon für den Zeitraum von jetzt bis 2013 das zur Verfügung gestellte Equipment zu berechnen, obwohl ich dieses überhaupt noch nicht nutzen kann.

Also was tun? Zurückschicken und die Telekom damit endgültig überfordern? Behalten und hoffen, dass keine Rechnungen kommen?

Ich weiß es nicht.

Update:

Ja, hab da vorgestern (Samstag) mal angerufen, und die Dame der Hotline sagte (ganz verblüfft), dass ich den Kram zurück schicken soll, weil er sonst berechnet würde.

Insgesamt ist dieses Verhalten sympthomatisch für die Telekom bzw. die ganze Branche. In den meisten großen Providerhäusern weiß die eine Hand nicht, was die andere tut, selbst wenn sie am selben Körper hängen. Den Eindruck bekommt man zumindest ob der vielen negativen Berichte verprellter Kunden, die sich zurecht verarscht fühlen.

Wenn ich einen VDSL Anschluss von der Telekom bestelle, will ich auch nichts anderes haben als einen VDSL Anschluss. Ich will nichts, was langsamer ist, ich will nichts, was teurer ist und ich will schon gar nicht beides in einem. Derlei Berichte häufen sich allerdings dank der Geschäftspraktik des Rosa Riesen.

Und dank der Kompetenz ihrer Mitarbeiter wird solchen Kunden auch immer schnell geholfen – in Form von Textbausteinen, Ignoranz und gebrochener Versprechen. Die einzigen, die für dermaßen veralberte Kunden öffentlich und einigermaßen öffentlichkeitswirksam in die Bresche springen, sind die Leute von der c’t in ihrer “Vorsicht Kunde”-Rubrik. Früher gab’s mal die Sendung “Wie Bitte” auf RTL, die, noch ein tatsächlich sehenswertes Format, regelmäßig die Telekom im Programm hatte. Und auch damals, fast 15 Jahre her, war es regelmäßig die Inkompetenz der Mitarbeiter, die mangelnde Kommunikationsfähigkeit und das völlig fehlende Verantwortungsbewusstsein des Ladens, die die Leute in den Wahnsinn und vor den Fernseher trieben.

Geändert hat sich seitdem nur das Sendeformat von RTL.

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Iiiieh, nass…

Januar 24, 2012 in Kleine Erlebnisse von SeveQ

Zur Miete wohnen hat durchaus seine Vorteile. Man muss sich – einen gutmütigen Vermieter vorausgesetzt – um nix kümmern, was mit der Bausubstanz zutun hat. Und das ist viel bei einem Altbau. Bei einem schlechten Vermieter hat man wahrscheinlich Rennerei bis hin zu Mietminderung oder Auszug. Aber wir haben einen gutmütigen Vermieter. Zum Glück. Denn wir haben auch eine nasse Wand. Ausgerechnet in dem Raum, in dem wir uns am häufigsten aufhalten – im Arbeitszimmer.

Nasse Wände sind ekelig. Gerade aus Rigips, Putz und Raufasertapete. Sie sind nass, sie müffeln und sie sind… naja… nass. Ach und sie müffeln. Und irgendwann fangen sie auch an zu schimmeln.

Glücklicherweise ist neben dem nassen Fleck eine Klappe zur Abseite (Kniestock, wie auch immer man das nennen will). Da konnte man, also der Handwerker des Vermieters, mal gucken, wieso die Wand nass ist. Und siehe da, nach einiger Gewalteinwirkung auf die über die Jahre zugewarzte Klappe zur Abseite öffnete sich jene und er, also besagter Handwerker, förderte ‘nen guten Kubikmeter patschnasse Glaswolle zutage. Die lag die ganze Zeit so nass von der anderen Seite an der Wand, und die Wand siffte immer mehr durch.

Jetzt sind wir um einen Kubikmeter nasser Glaswolle und einem halben Quadratmeter nasser Tapete ärmer, aber um eine Erfahrung und eine hoffentlich nun trocknende Wand reicher. Wo das Wasser her kam, das wissen wir immer noch nicht. Aber es scheint, dass es vom Veluxfenster darüber kommt, denn der nasse Streifen ist genau darunter. Wird wohl mal Zeit für ‘ne umfangreichere Reparatur. Aber muss das ausgerechnet in unserem Arbeitszimmer sein? Wie ungünstig… und ekelig.

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Geistiges Eigentum vs. Fortschritt

Januar 23, 2012 in Öffentlichkeit, Politik von SeveQ

Als ich gerade diesen Artikel bei Heise gelesen habe, ist mir der Kragen geplatzt. Naja, eigentlich ist er eher noch weiter eingerissen. Geplatzt ist er schon vor einiger Zeit. Und seitdem kriege ich ihn nicht wieder zu. Was heute so alles im Namen des “Geistigen Eigentums” unterdrückt wird… es ist unglaublich. Daher hier meine aktuellen Ansichten zum Thema “Geistigen Eigentums”.

Kleiner Einwurf: der Begriff “Geistiges Eigentum” wird in vielen Fällen inzwischen für monopolistische Zwecke missbraucht und findet mehrheitlich als Synonym für “Urheberrecht”, “Patentrecht” und “Markenrecht” Anwendung, die mit dem ursprünglichen Begriff des geistigen Eigentums nur noch marginal etwas zu tun haben. Der ursprüngliche Begriff des geistigen Eigentums wurde eingeführt, um den ursprünglichen Entwickler einer Idee in natürlicher Person davor zu bewahren, dass mit seiner eigenen Idee von marktschweren Unternehmen Kasse gemacht wird und er nichts davon hat. Schaue ich mir heute Vertriebsmodelle wie das der GEMA an, sehe ich deutlich, dass sich der Begriff des “geistigen Eigentums” sehr gewandelt hat. Er ist ins Missbräuchliche abgedriftet.

Creative Commons License
Geistiges Eigentum vs. Fortschritt is licensed under a Creative Commons Attribution-NoDerivs 3.0 Unported License.
Based on a work at www.intelligensbestien.de.

CC muss natürlich sein, weil ich mich ja davor schützen muss, dass jemand meine Meinung in meinem Namen irgendwo verfälscht wiedergibt. Kopieren und verlinken könnt ihr den Kram hier so viel ihr wollt. Ich verdiene da eh nix dran. Selbst wenn… In diesem Sinne…

Geistiges Eigentum bremst die Fortentwicklung unserer Gesellschaft massivst aus und sollte grundlegend überdacht werden. Steht nicht das Wohl der Gemeinschaft über dem Wohl des einzelnen, in diesem Fall einer einzelnen Firma?

Fortschritt in jeder Hinsicht, finde ich, ist das wichtigste Gut der Menschheit überhaupt. Kein Fortschritt bedeutet Stillstand. Stillstand bedeutet keine Entwicklung, keine Entwicklung bedeutet Verlust von Werten und Verlust von Werten bedeutet Auslöschung. Die Menschheit entwickelt sich entgegen ihrer Gesetze immer weiter fort. Das ist nicht aufzuhalten. Wenn die Technologie dabei nicht schritthalten kann wegen irgendwelcher Patentgesetze, wird der Schaden für die Allgemeinheit weit größer sein, als der Nutzen für den einzelnen es jemals aufwiegen könnte.

Was spricht denn gegen eine Gesellschaft ohne “Geistiges Eigentum”? Wenn jemand etwas erfindet und dafür ausreichend entlohnt werden will, soll er jemanden finden, der’s in bester Qualität produziert. Dann wird es sich am Markt durchsetzen und seinen Erfinder belohnen.

Klar, Billigkopien würden am Markt erstmal explodieren. Aber der Kunde wird irgendwann merken, dass billig mit Qualität nicht viel zu tun hat. Warum sonst stellen sich Leute immer noch Siemens und Miele Waschmaschinen hin (wobei Siemens ja auch in Fernost fertigen lässt)? Weil sie den Qualitätsgedanken nicht vergessen haben. Sonst stünde in jeder Waschküche heute eine Waschmaschine irgendeiner chinesischen Billigmarke.

Ich bin überzeugt davon, dass eine Gesellschaft ohne “Geistiges Eigentum” besser dran wäre und exponentiell technologischen Fortschritt erreichen würde.

Meiner Meinung nach war der technoligische Fortschritt im Bereich der Computertechnik nur deshalb möglich, weil das Patent- und Urheberrecht auf diese neue Entwicklung des PC nicht vorbereitet war und es etliche Gesetzeslücken gab, die von Entwicklern und Erfindern genutzt wurden. Klar, viele sind dabei auf der Strecke geblieben, durchgesetzt haben sich letztlich nur jene, die das beste Preis/Leistungs-Verhältnis geliefert haben. Aber ist das schlecht? Ist das nicht überall und immer so? Nennt man das nicht deshalb auch Wettbewerb?

Stellt euch einfach mal vor, es hätte auch im Bereich der Videospiele schon damals ein so restriktives Urheberrecht gegeben, wie wir es heute haben. Oder sogar so schlimm, wie es von den Rechteinhabern eingefordert wird. Glaubt mal nicht, dass wir heute Grafikkarten hätten, die bereits nahezu fotorealistische Bilder in Echtzeit berechnen könnten. Die Nachfrage nach besseren Grafikkarten wäre wesentlich geringer gewesen, weil der komplette Teil jener, die sich die Spiele “auf andere Weise” besorgt haben, als Kunden für die Grafikkartenhersteller weggefallen wäre. Und der Anteil war und ist nicht eben klein.

FullHD-Flachbildfernseher, DVD-Player, MP3-Player, überhaupt “All-purpose”-Mediaplayer, all das Geräte, die ohne “raubmordkopierte” Inhalte niemals so weit entwickelt worden wären.

Aber das traut sich in der Öffentlichkeit kein Hersteller von Media- oder MP3-Playern zu sagen. Sie stellen lieber klammheimlich Geräte her, die offiziell für’s Abspielen von legal erworbenen Inhalten da sind, aber sie bauen Hintertüren ein (bzw. lassen diese einfach offen stehen), die natürlich auch das Abspielen “anderer” Inhalte ermöglichen, weil sie genau wissen, dass ihre Kunden das Gerät sonst nicht in dem angepeilten Maße kaufen würden.

Mein Fazit also: ja, ich sehe in der Tat eine Korrelation zwischen technologischem Fortschritt und Restriktivität des Patent-, Urheber- und Markenrechts. Die genannte Rechtslandschaft findet heute doch nur noch Anwendung, um potentielle Konkurrenten platt zu machen, anstatt, wofür es ursprünglich mal gedacht war, die Ideen eines kleinen Erfinders gegen mächtige geldgeile Konzerne zu schützen. Der Spieß hat sich wohl gedreht.

 

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von SeveQ

Stop SOPA!

Januar 18, 2012 in Öffentlichkeit, Politik, Web von SeveQ

Stop SOPA LogoSOPA ist der Stop Online Piracy Act der USA. Dabei handelt es sich um ein Paket von Gesetzen, das es den Rechteinhabern de facto ermöglicht, beliebige unliebsame Webseiten zu sperren, also zu zensieren. Die Provider müssten per Gesetz dabei mitspielen.

Ein Aktionsbündnis gegen dieses Gesetzespaket hat sich dazu entschlossen, heute, am 18.01.2012 dagegen zu protestieren, indem es seine Webseiten mit einem schwarzen Banner versieht oder ähnliche Aktionen zu dem SOPA Blackout Day durchführt.

Auch ich als Betreiber dieses Blogs nehme daran teil (meine Mitautoren hab ich nicht gefragt; die haben sicher nichts dagegen *hust*). Daher der schwarze Screen nach Aufruf der Seite.

Zur Erklärung: wir sind zwar ein deutsches Blog, doch SOPA hätte nicht nur lokal begrenzt Auswirkungen auf die USA. Die USA haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie SOPA auch in Europa (und sicher auch in den meisten anderen Ländern) durchdrücken wollen. Sie haben beispielsweise Spanien massiv mit Handelssanktionen unter Druck gesetzt, falls Spanien nicht gewillt ist, passende Copyright-Gesetze zu erlassen. Und ich bin überzeugt, dass nicht nur Spanien derart erpresst worden ist. Gerade die Bundesrepublik Deutschland kann es sich als exportstarkes Land nicht leisten, einen Handelspartner wie die USA zu verlieren (ob die USA das können, sei dahingestellt, aber dass Drohungen wirken können, sieht man ja eindrucksvoll an unserem Abmahnwesen). In diesem Zusammenhang fand ich die Aussage, die USA wollten nicht, dass ihnen jemand in ihre Politik reinredet, sehr… äh… aufschlussreich. Leider finde ich dazu gerade keine Quelle mehr.

SOPA muss also weltweit gestoppt werden. Genau so sämtliche anderen in Hinterzimmern und von der Öffentlichkeit verborgen ausgearbeiteten Gesetzespakete zu Lasten der Verbraucher und anderer – darunter auch das europäische Pendant ACTA. Deren Gesetze ermöglichen äußerst weitreichende Eingriffe in den Internetverkehr, den Informationsfluss auf unterster Ebene und damit in die Presse- und Meinungsfreiheit (nicht nur) online, also Grundrechte, auf denen unser System aufbaut.

Auch wenn SOPA vorerst offiziell auf Eis gelegt ist, heißt das nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen können (es gibt auch noch PIPA). ACTA, SOPA, PIPA und nachfolgende Zensurgesetzespakete müssen von vornherein gestoppt und unterbunden werden. Es kann nicht sein, dass wegen einer wirtschaftlichen Niesche, die die Content-Industrie im Vergleich zu der gesamten Weltindustrie nun einmal ist, Grundrechte auf freien Informationsbezug und auf freie Meinungsäußerung derartig eingeschränkt werden.

Wer mehr darüber erfahren will, was SOPA und ACTA sind, warum sie gefährlich sind, was sie dem Rechtsstaat, der Demokratie, unserer Freiheit und unserem Leben antun und was sie für Auswirkungen hätten, dem lege ich die Lektüre der Veröffentlichungen der einschlägigen Aktionsbündnisse nahe.

Aber stellt euch Eimer bereit!

http://bloglawblog.com/blog/wordpress-content/uploads/2011/11/stop_sopa_450.png

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von SeveQ

Die Kresse halten

Januar 13, 2012 in Öffentlichkeit, Politik von SeveQ

Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob “die Kresse halten” in einem Plenarsaal die richtige Wortwahl ist oder nicht, ob das noch einen Sachbezug hat oder eben nicht. Eines bewirkt sie jedoch, die Wortwahl: sie polarisiert. Sie bleibt im Gedächtnis. Sie ist PR.

Will man die breite Masse im Volk erreichen, tut man gut daran, in der Mundart der breiten Masse zu sprechen und sich nicht mit leeren Phrasen aufzuhalten. Sowas kommt an. Auf die eine oder andere Weise. Kann man gut finden oder es lassen.

Insgesamt ist dies eine Grundsatzrede, die sich gewaschen hat. Meiner Meinung nach notwendige Worte, wenngleich sie wohl nicht in jenen Ohren ertönen, Blicke sprechen Bände, in denen sie ertönen sollten. Schade. Ich hoffe, sie klingeln wenigstens ein wenig nach.

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von Feuerkind

Zurücktreten, Herr Wulff!

Januar 3, 2012 in Öffentlichkeit, Politik von Feuerkind

Der deutsche Bundespräsident, das offizielle Staatsoberhaupt, der Wächter der Verfassung. Derjenige, der unter die Gesetze nach dem Beschluss im Bundestag noch seine Unterschrift setzen muss. Der die Gesetze prüfen kann, wenn er an deren Rechtsstaatlichkeit zweifelt. Dieser Mann ruft die bei der Presse an und versucht einen Artikel zu verhindern?
Wenn Christian Wulff als Bundespräsident nicht schon vorher durch die Kreditaffäre an sich in den Schlagzeilen war, hat er es jetzt geschafft. Mit Fug und Recht! Die Kreditaffäre war bereits aufgeklärt. Die Sache aus meiner Sicht eher noch eine Schlacht in den Medien, die zwar weiterhin an Wulffs Image kratzte, aber es waren ja mittlerweile alle Fakte bekannt. Den Rücktritt wollte eh keiner. Über die Feiertage einen Kandidaten aus dem Hut zaubern ist ja auch echt anstrengend. Da will man doch lieber Ruhe.
Nun aber hatte der Bundespräsident schon vor Weihnachten einen Fehler begangen. Den Fehler den Kampf mit der Pressefreiheit in Deutschland aufzunehmen und bei der BILD anzurufen und zu drohen. Bis zum Chef des Verlages Döpfner hat er es getrieben. Auch bei der Welt am Sonntag soll er angerufen haben.
Ein Bundespräsident der nicht mal eines der wichtigsten Grundrechte achtet, auf der einen Seite von Pressefreiheit spricht und hinter den Ohren der anderen die Presse bedroht. Dieser Mann ist als Bundespräsident nicht mehr tragbar. Das erkennt auch die CDU. In Niedersachsen wird bereits gefordert: „Die Leute wollten totale Aufklärung, sonst wird das Amt des Bundespräsidenten beschädigt.“ Die totale Aufklärung steht dann wohl eher der Salami-Pseudo-Transparenz des Bundespräsidenten gegenüber.
Was ich aber viel bedeutender und auffälliger finde ist, wie bevormundet der Präsident in einigen Medien dargestellt wird. Es geht nicht um den Willen des Volkes, das eigentlich der Chef sein sollte. Es geht viel mehr darum, was die anderen Politiker noch von ihm halten. Und vor allem: Ob er für Merkel noch tragbar ist. Ist unser Bundespräsident denn ein nichtmündiges Kind, das nicht mal selbst erkennt, wann es zu Ende ist? Hängt er einfach an der Macht? Oder darf er gar nichts machen ohne die Bundeskanzlerin? War diese auch bei den Vertragsunterschriften und Telefonaten dabei und den Daumen gehoben oder gesenkt? Ein wenig verquer wirkt das ganze schon, wo doch eigentlich der Bundespräsident die Minister ernennt und auch die Kanzlerin dem Bundestag zur Wahl vorschlägt.
Der vorige Bundespräsident ist wegen weit geringerer Dinge mit deutlich mehr eigenen Willen zurückgetreten. Ein Bundespräsident der die Pressefreiheit auf diese Weise offensichtlich bedroht, sollte ebenfalls schnellstens zurücktreten und sich dem Willen des Volkes unterwerfen!

UPDATE: Das mit dem Daumen bekommt in dem Zusammenhang, das die BILD den Rubikon überschritten hat eine ganz neue Bedeutung. Da wusste der Wulff schon vor Weihnachten mehr als alle anderen!

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